Aus der Werkstatt Wissen

Maschenprobe ohne Frust

Die zehn Minuten, die dir Stunden ersparen.

Ein kleines gestricktes Probequadrat mit Maßband daneben

Die Maschenprobe hat keinen guten Ruf. Sie hält auf, man will doch endlich loslegen. Trotzdem ist sie der kleine Umweg, der dich vor dem großen Frust bewahrt, und ganz nebenbei sagt sie dir, wie viel Wolle du brauchst.

So mache ich es immer: Ich schlage zwölf Maschen an und stricke ein Stück damit. Warum zwölf? Weil ich dann die zehn Maschen in der Mitte, zwischen den beiden Randmaschen, sauber messen kann. Die Randmaschen zählen nicht mit, sie liegen nur außen und stören sonst beim Messen.

Dann lege ich das Maßband an diese zehn Maschen und schaue, wie viele Zentimeter sie ergeben. Sagen wir, zehn Maschen sind fünf Zentimeter breit. Dann weiß ich: pro Zentimeter brauche ich zwei Maschen. Jetzt kann ich für jede Breite ausrechnen, wie viele Maschen ich anschlagen muss, und aus der Länge, wie viel Garn ungefähr zusammenkommt.

Wenn ein Muster eine bestimmte Maschenanzahl verlangt, dann die Maschenprobe dementsprechend anpassen und wieder abmessen und mit einer einfachen Schlussrechnung, die gesamte Maschenzahl ausrechnen.

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